Tag 6: Pasta und Panorama

Also… Leute, Heute wirds kurz und bündig: Wow!!! Das wars 😅

Ne, kommt schon noch mehr, aber das war mal n krasser Tag. Er begann wie immer morgens.

In der Nacht flüchtete ich vor Schnarchern in so n Hinterzimmer und gruselte mich fürchterlich weil ich an Horrorfilme dachte… Ju On und diesen schwebenden Geist aus Spuk in Hill House, der sich mit seinem Stock fortbewegt und nach seinem Hut sucht. Daran sollte man nicht denken, wenn man alleine in gruseligen Hinterzimmer liegt.

Aber die Auszeit tat sehr gut in Pamplona. Ich bin auch geistig auf dem Camino angekommen und nahm mir vor, meine Geschwindigkeit zu gehen und bei mir zu sein 🙂 Ich muss nirgendwo ankommen, außer bei mir. Das war eine befreiend und beruhigende Erkenntnis.

Dementsprechend genoß ich den Tag und sagte dem wunderschönen Pamplona Adios. Hoffentlich sehen wir uns wieder.

Der Weg führte raus aus der Stadt und die Sonne ging auf und bescherte mir einen Tag, der schöner nicht hätte sein können.

Vor mir lag ein Berg, ich wusste dass ich da rauf muss.. Bock hatte ich aber nicht.

Meine Blasen an den Füßen taten weh, aber trotzdem lief alles wie geschmiert heute und ich kam gut voran.

Das Panorama war der Hammer.

[wpvideo fCRqb6Dx data-temp-aztec-id=“597e1a6e-684e-4f00-9b6f-c4b3c68409f9″]

Dann kam ein Spanier vorbei meinte so: was? Du findest Das gut? Dann warte mal ab…

Neugierig, was er wohl meinte, stiefekte ich weiter bergauf und auf einmal… PANORAMA ALARM… Ich hatte den Alto de la Perdon erreicbt und mir bot sich ein Panorama, was mir den Atem raubte.

[wpvideo CcChWti7]

Also… Wer schonmal da war, weiß, was ich meine. Wer noch hin will, wird es erfahren. Bilder und Worte können das nicht beschreiben. Und dazu zauberte der Camino Gott ein Wetter… Es war perfekt! Es war einfach ein perfekter Moment.

Ich machte Siesta und genoss meine Pasta.

Und machte die obligatorischen Pilgerstatuenfotos.

Was muss, das muss… Was für ein Moment… Unfassbar. Danke, dass ich den erleben durfte. Ich konnte so weit schauen… Wow.. Ich freute mich richtig, in die Landschaft abzusteigen.

Der Abstieg war okay und führte mich in einen echten, warmen Spätsommertag in einer tollen Landschaft. Ich zog die Jacke aus, knallte mir das erste Mal Musik aufs Ohr und freute mich, unterwegs zu sein 🙂

Ein Tag für die Ewigkeit. Der wird bleiben.

Ich erreichte Puente de la Reiner und beende ihn mit Tütensuppe… Ich fühle mich unfassbar gesegnet mit diesem Tag.

Bis morgen 🙂

Kommentare

11 Kommentare zu „Tag 6: Pasta und Panorama“

  1. Avatar von jewosreisen

    Du hattest den perfekten Tag
    Wenn Du morgen Zeit und Lust hast, mach einen Abstecher zur Ermitade Santa Maria de Eunate Hinweg 4,7km
    Buen camino

    1. Avatar von pandabaerh

      Jeah.. Mist… Vergessen 🙁 was ist da?

      1. Avatar von jewosreisen

        Eine ganz beeindruckende Kirche, es sollte halt nicht sein 😂

      2. Avatar von Audrey im Wanderland

        Das hatte ich dir auch schon mit auf den Weg gegeben: das ist die kleine Kirche, die man barfuß umrunden soll. Aber die ist jetzt hinter dir und vermutlich läufst du nicht der Sonne entgegen sondern weiter. Und da kommen noch andere, tolle Dinge! Aber wenn du Zeit hast, kannst du ja abends als Bettlektüre noch mal bei mir auf dem Blog vorbeischauen. Oder du lässt dich einfach weiterhin überraschen. Das ist vermutlich eh das Beste.

  2. Avatar von G.E.
    G.E.

    Danke, dass ich an deinen Erlebnissen teilhaben darf. Ich mache mich ende April auf den Weg. Wo hast du die Pasta her? Wie hält man es mit Verpflegung am Tag? Geht man bei Bedarf in den Supermarkt und läuft dann weiter? Danke… G.E.

    1. Avatar von pandabaerh

      Die Pasta hab ich gekocht und in nen Behälter getan. Bietet sich an, dann hast du nen coolen Snack Mittags 🙂 In vielen Herbergen. Kannst du kochen. Dann. Musst du nicht immer teuer essen gehen.
      Verpflegung am Tag ist im April sicher einfach.. Nimm dir n bisschen Proviant mit und auch sonst wirst du immer wieder auf Läden und Tavernen stoßen 🙂

      Klar, geh in den Supermarkt… Es ist dein Camino, du musst da nichts „richtig“ machen. Wenn du nen Abstecher oder ne Siesta machen willst tu das.. Der Camino wird dir die Chance geben bei dir und deiner Seele anzukommen… Genieß es 🙂 Der Camino wird dir geben, was du brauchst. wenn du Fragen hast, frag… Und Buen Camino 🙂

  3. Avatar von Jacqueline Richter
    Jacqueline Richter

    ich glaube darum mag ich Gleitschirmfliegen so gern..wegen der Panoramas die ich da immer wieder sehe….und der eine Schritt weiter bzw. höher…
    Beneide Dich um die tollen Ausblicke..und auch um die Einblicke in Dich! 🙂 vlt. mach ich das zu meinem 50. ja auch mal?! 🙂
    Dieses Jahr wollte ich den Erzgebirts-Kamm-Weg mit Rucksack und Tarp gehen…sollten 5 Tage werden waren aber nur 2 😦
    Aber weit wandern und das allein…das muss ich noch machen…muss nicht der Camino sein…Wales im Sommer oder Irland..das steht auf dem Plan 🙂
    Ich …und mein kleiner grüner Neid verfolgen Dich ab nun weiter hier! 🙂

    1. Avatar von pandabaerh

      Ach Elfchen 🙂 Ich hab dich lieb ❤️

  4. Avatar von Michael
    Michael

    Danke fürs Teilen deiner Erlebnisse.
    Ich war auch schon dort und kann doch nur erahnen, was du erlebt hast. Als ich dort war, war ich im Nebelregen. Was aber irgendwie auch schön!

    1. Avatar von pandabaerh

      Wirst du den Camino noch mal gehen?

      1. Avatar von Michael
        Michael

        Ich weiss es noch nicht. In letzter Zeit war ich ein paarmal in den Pyrenäen wandern. Und dreimal auch in Schottland auf den dortigen Fernwanderwegen.

        Vielleicht gehe ich mal von der Schweiz (von meiner Haustür) nach Rom. Das würde mich noch reizen. Mittelmeerklima, feines Essen, schöne Landschaften – und die Sprache kann ich etwas besser als Spanisch. Und zum Schluss vielleicht noch von Rom ans Meer…

        Aber auch Spanien könnte ich mir nochmals vorstellen. Eine grössere Strecke am Stück bedingt halt immer auch einen längeren Urlaub.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert