Tag 10: Der Camino gibt dir halt , was du brauchst….

Anscheinend hat er aber nicht das Gefühl, ich bräuchte eine Auszeit. Darum gab er mir auch keine.

Mein Tag begann in der Hoffnung relaxen zu können. Ich konnte einen Tag länger in Logrono bleiben, es war Weihnachten und abends wollten wir Pizza essen gehen.

Um 9 ging ich 3 Stunden Logrono anschauen. Eine schöne Stadt, aber nicht zu vergleichen mit Kleinoden wie Pamplona.

Ich aß den leckersten Boccadillo ever und stromerte dann rum.

Der

Es gibt hier alles, was eine mediterrane Stadt ausmacht. Ich glaube, im Sommer ist es hier echt schön.

Die Kathedrale wartete mit einem besonderen Schmankerl auf: einem echten Michelangelo.

Generell war die Kirche schön und ich denke, ich werde heute noch in die Mitternachtsmesse gehen, die der Bischof hält.

Auch sonst war die Kirche reich verziert… Dass vieles davon mit dem Leid und Blut der Indianer bezahlt wurde, bleibt dabei leider oft auf der Strecke.

Logrono ist ne nette Stadt, in der sich auch Klapperstörche wohlfühlen. Und sie klapperten sogar.

Doch mich zog es in die Herberge. Der Priester der Albergue sagte, ich sollte, wenn ich schon bleiben kann, das Haus putzen. Soweit war das okay, denn ich finde schon, dass wir Peregrinos streckenweise ganz gut gepampert werden. Dass aber nach uns alles wieder sauber gemacht werden muss, sieht man oft nicht. Darum war ich ganz froh, daß verdeutlicht zu bekommen und putzte mit Fatima, der guten Fee des Hauses das Haus.

Sie verstand mich nicht, ich sie nicht, aber mit Händen, Füßen und einer App ging es irgendwie… Und auf einmal war die Herberge voll…. Im Winter… Bis aufs letzte Bett. Wie krass. Sogar zwei Deutsche dabei… Geilomat. Ich merkte, wie ich das vermisst habe, deutsch zu sprechen und wie selbstverständlich das Englisch geworden ist.

I’m 6 wollten Sky, Hawa und ich Pizza essen gehen… Wir fanden aber kein einziges Restaurant… Nur saufen de Spanier mit Weihnachtsmützen. Anscheinend ist der 24. Hier Vorglühtag, denn Weihnachten ist hier erst morgen.

Da wir kein Restaurant fanden , ging ich in die Albergue zurück, wo für alle gekocht wurde. Der Pastor betete mit uns allen und zündete mit der Kerze aus der Kirche, deren Licht seit Jahrhunderten brennt, eine Kerze an, die jedes Jahr ein Österreicher aus Jerusalem nach Logrono bringt… Das war ein toller Moment und es wurde an dem Abend viell gelacht… Danke, lieber Camino, denn einen Camino Moment brauchte ich wirklich 🙂

Danach gab es noch ein Geschenk der Koreaner, aber ich habe nicht die Bedeutung herausfinden können 🙂 vielleicht weiß dass ja jemand hier.

Es war ein toller Abend und ich bin dankbar dafür.

Morgen geht’s nach Najara… 30km…puh…das wird hart

FELIZ NAVIDAD LEUTE ❤️

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