
Tja… nun ist es so weit 🙂 Heute um 22 Uhr geht mein Nachtbus nach Paris… Alles ist gepackt, verschnürt, verzurrt, mit guten Wünschen und Gedanken bedacht und… ja man…eigentlich kanns und solls jetzt auch ma losgehen 🙂
Ich muss aber wirklich sagen, wie toll es ist und wie blessed ich mich fühle, dass so viele tolle Menschen mitfiebern und sich da engagieren ^^ Heute kam nochmal ein Päckchen mit Weihnachtskeksen und nem Glücksbringer (Danke, Andrea, Jenny, Käthe und co) und nem Survival-Kit mit allem was das Herz begehrt, von Messer über Wetzstahl, Kabelbinder, Thermometer und Wasserfilter und Co (danke Stefan) 🙂 Wie da jetzt noch was schiefgehen soll… so kann das ja nur gut werden ^^
Ich habe den Eindruck, alle checken viel mehr als ich, was für ein Abenteuer da ansteht ^^ für mich ist das alles noch ganz weit weg und irgendwie irreal. Aber schon nachher beginnt das ganze Abenteuer 🙂 Und ab morgen Abend, oder Sonntag Abend kommt dann hoffentlich auch der erste Etappenbericht (hoffentlich) aus Spanien.
Heut Nacht gehts erstmal nach Paris, ab dann schlage ich mich nach Bayonne durch und von da nach St Pied de Port.
Wird ne coole Sache…

Und da ich keinen Bock habe, diese abgenudelten „Ich bin dann mal weg.“-Worte zu sagen, bleibe ich bei meinem Leisten und verabschiede mich mit Pathos ^^ Wer Herr der Ringe Fan ist, wird die erste Strophe sicher wiedererkennen… Ich habe das Gedicht einfach weitergeschrieben und eine Melodie dazu geschrieben und das ganze als Wanderlied verpackt, das kriegt ihr jetzt (nicht zu hören) zu lesen als Abschied und vielleicht als Appetithappen, selbst mal in so ein Abenteuer zu ziehen ^^
Wanderlied (frei nach Tolkien
Die Straße gleitet fort und fort
weg von der Tür, wo sie begann.
Weit Überland von Ort zu Ort,
ich folge ihr, so gut ichs kann.
Ich lauf ihr raschen Schrittes nach,
bis sie sich groß und breit verflicht,
mit Weg und Wagnis tausendfach...
Und wohin dann? Ich weiß es nicht.
Als ich den ersten Schritt getan,
ließ ich die Heimatstatt zurück.
Und dennoch schritt ich stets voran,
denn in der Ferne liegt mein Glück.
Die Ferne, nach der ich mich seh´n,
ist heute hier und morgen dort.
Von Hieraus will ich weitergehn...
die Straße gleitet fort und fort.
Und auf der Straße treffe ich
so manchem, dem ich folgen will.
Ein Stück weit Weges sicherlich,
denn meine Straße hat kein Ziel.
So treff ich manchen, den ich mag
und dessen Lächeln mir gefällt
und geh mit ihm wohl einen Tag...
- er mit mir bis ans End´ der Welt.
So manches Wunder säumt den Weg
und Abenteuer wohl dazu.
So manches Lachen, mancher Schreck,
an manchen Orten find ich Ruh.
Und oftmals halt ich inne dort
um still zu denken, still zu sehn
und dennoch dängts mich wieder fort
die Straße ein Stück mehr zu gehn.
Ich geh sie seit ich denken kann
und lange davon unbewusst.
Trotz allem ging ich stets voran,
doch heut mit Freude und mit Lust.
Was um die nächste Kurve liegt,
das will ich wissen, drum voran!
Und wenn die Straße vor euch liegt,
dann folge ihr, wer Wandern kann.

Schreibe einen Kommentar