Tag 31: Logrono

So langsam werde ich Teil der Wildnis.

Gestählt von tödlichen Kämpfen mit Pumas, Bären und Geziefer. Narben überziehen meinen ausgezehrten, muskulösen Körper… Mein Auge hält stets Ausschau nach Gefahren.

Ja, die Wildnis… Lachse und Jaguare fliegen im Frühling gen Norden und in jedem Vogel sehe ich eine potentielle Mahlzeit… und das wissen diese Biester… sie fliehen, wenn sie mich sehen… zu Recht

Denn ich bin ein gnadenloser Jäger…ein Raubtier. Ein Vagabund der Wildnis… ich bade mit Orcas in Wildbächen und Ringe auf der Heide mit Wasserbüffeln und Kraken… hach ja, die Wildnis und ich… ein Bund fürs Leben.

Durch ebenjene schleppte ich mich heute (gestern) nach Logrono ^^ Einer Großstadt.

Doch zunächst erwachte ich und… oh wartet… das lasse ich chat gpt schreiben ^^

Doch zunächst einmal erwachte ich und fand mich in einer Welt voller tanzender Käsehäppchen und singender Regenschirme wieder. Mein Wecker spielte eine fröhliche Melodie aus quietschenden Gummi-Enten, während ein Haufen lustig gekleideter Pinguine eine spontane Tanzparty in meinem Schlafzimmer veranstaltete. Ich rieb mir die Augen und konnte nicht glauben, was ich sah. Hatte ich etwa versehentlich einen Abstecher ins Wunderland gemacht?

Als ich langsam aus dem Bett kletterte, stolperte ich über einen Schuh, der plötzlich anfing zu sprechen. ‚Entschuldigung, aber könntest du mich bitte in die Nähe meines anderen Gegenstücks bringen? Ich fühle mich so einsam hier‘, flehte der Schuh mich an. Nun, wer bin ich, um einem hilfsbedürftigen Schuh abzusagen?

Während ich mich um den sprechenden Schuh kümmerte, fand ich heraus, dass meine Zahnbürste sich in ein Saxophon verwandelt hatte und meine Zahnpasta zu einer hüpfenden Konfettikanone geworden war. Es schien, als ob meine tägliche Morgenroutine heute von einem verrückten Zirkus übernommen worden war.

Nachdem ich den skurrilen Herausforderungen des Morgens gemeistert hatte, machte ich mich schließlich auf den Weg zum Jakobsweg. Unterwegs begegnete ich einer Gruppe singender Pilger, die ihre Wanderstöcke als Mikrofone benutzten und eine mitreißende Karaoke-Performance zum Besten gaben. Es war ein unvergesslicher Anblick, wie sie fröhlich auf ihrem Weg vorankamen und dabei die Grenzen zwischen Gesang und Wandern verschwimmen ließen.

Der heutige Tag auf dem Jakobsweg verspricht also ein weiteres Abenteuer voller alberner Absurditäten und magischer Überraschungen zu sein. Also schnallt euch an und begleitet mich auf dieser außergewöhnlichen Reise, bei der selbst die verrücktesten Träume Wirklichkeit werden!

Ähm… jaaa? Okay? 🤔

Ich erwachte also und war mir im klaren darüber, dass ich ab sofort von fremden keine Bonbons mehr annehmen sollte.

Gestern gab es in ner sehr abgeranzten Herberge einen vorzüglichen Salat und ne fantastische Carbonara (vegetarisch)… die beiden anderen, italienischen Pilger fanden sie sogar gut.

Und dann machte ich mich auf nach Logrono… Die Steigungen und so sind gar nicht mehr das Problem… die Sonne ist es…kein Schatten, man schwitzt eh weil man in Bewegung ist, kaum ne Wolke am Himmel und dann brezelt die vom Himmel, dass man sich fühlt wie ein Brathähnchen mit Trekkingsocken.

Da ich gestern 27km gegangen bin, um heute nur ne kurze Strecke zu haben, kam ich auf den 21km auch gut voran…. aber da es so heiß war, zogen sich die Kilometer… und dann führte der Weg auch noch um die Stadt herum.. man sah sie die ganze Zeit, lief aber drumherum…bergauf… ich war so genervt…

Irgendwann erreichte ich Logrono und landete in der gleichen Herberge,wo ich an Heiligabend 2018/19 war.

Dort traf ich auch den Freimaurer aus Mexiko wieder… verrückte Story… ich fahre nach Spanien, treffe dort einen Freimaurer aus Mexiko und was macht er? Zeigt mir ein Foto und wen seh ich darauf? Den Meister vom Stuhl aus unserer Loge… verrückt.

Wir unterhielten uns gut und dann fragte der Priester, ob ich mit 3 anderen zusammen in der Messe Abends etwas auf deutsch vorlesen möchte.

Danach holte er alle Pilger nach vorne und segnete unsere Pilgerfahrt… das war schon irgendwie berührend..

Nach dem Abendessen wurden wir erneut in die mittleeweile geschlossene Kathedrale geführt, wo wir nach einer Meditation noch ein Pilgergebet sprachen, dass ich auch als NIicht-Christ berührend fand.

Der Priesteranwärter sprach dann viel über den Camino und was es bedeutet…dass das Leben einem Hindernisse in den Weg legt, wie es auch im Camino ist…aber dass man weiter gehen muss…immer vorwärts…die Hindernisse überwinden muss um zu neuen Zielen und letztlich zum Ziel zu gelangen…

Da war ich dann schon den Tränen nahe, da ich den Tag über beschlossen hatte eine Email an meine Ex-Beziehung zu schreiben, denn ich schleppte diese Last bisher alleine mit mir und sie gehörte auch irgendwie ihm.

Und was der Priester meinte ist, dass man Probleme lösen und überwinden muss, wenn man auf die trifft…und ich habe gemerkt, dass das in diesem Fall loslassen und abschließen heißt und ich habe gemerkt, dass ich an dem Punkt noch nicht bin…und vor allem habe ich nochmal sehr deutlich gespürt, dass die Beziehung vorbei ist und das tat weh…

Nicht nur mir… Auch andere Pilger heulten an dem Abend… aber wir alle sind ja aus speziellen Gründen da.

Nina, eine Freundin haus Hannover, sagte, die Mail, die mir echt schwer fiel, ist bei der Person an der richtigen Stelle und es wird mir leichter ein, nun, da ich einen Teil meiner Last bei der Person abgeladen habe, wo sie hingehört.

Es war trotzdem schwer.

Und ich muss mich nun damit rumschlagen was ich tue, wenn ne Antwort kommt oder wenn keine kommt..

Es sieht so aus, als käme keine. Klar tut es weh… aber keine Alternative hätte nicht weh getan…

Ich habe aber meine Hindernisse angepackt, ganz im Sinne der Predigt.. ob es zu etwas gut war, wird sich zeigen. Zumindest habe ich eine Entscheidung getroffen..das habe ich hier gelernt….

Die Hospitaleros sagten, morgen (heute) sollten es 35 Grad werden, wir sollten früh aufbrechen… Darum kam auch gestern kein Bericht, sondern heute 2… Wir gingen früh ins Bett und planten um 4 Aufzustehen…

In diesem Sinne gute N8

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