Tag 29: Koreaner, Schnarchattacken und Bärofanten…..

Lieber Donald Trump, wenn du in Korea nach Öl suchen wo… Äh… Terroristen bekämpf… Äh… Demokratie bringen willst, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, denn jeder Koreaner ist grad in Spanien…

… Doch zuerst einmal erwachte ich völlig gerädert, denn wir hatten nicht nur nen krassen Schnarcher, sondern auch nen Schnarcher, der um 4 aufstehen musste, um seine Sachen zu packen… Dementsprechend sauer waren wir alle und ich packte möglichst schnell meine Sachen und war um halb 8 unterwegs.

Heute stand ein harter Tag bevor. Es ging nicht nur knapp 28km nach Foncebadón, sondern auch stetig bergauf… Von knapp 800m auf knapp 1500m und nach meinem Totalausfall auf der ersten Etappe hatte ich schon Angst, wieder ähnlich an meine Grenzen zu kommen.

Es wurde auch hart. Aber erstmal verlief ich mich nen Kilometer und musste wieder auf den Weg zurückfinden. Aber ich war wieder in der Natur und das fühlte sich besser an, als in Städten. Übrigens: Google Maps ist mittlerweile unverzichtbar auf dem Camino… Ich habe auch mein Buch nie benutzt… Nur Apps und Aprinca.

Die Vegetation veränderte sich spürbar und auch die Luft wurde klarer und reiner.

Die Berge rückten näher, wie ein Bibelverkäufer, der ein Geschäft wittert.

Doch ich kam gut voran, aber es war anstrengend, doch das soll es ja auch sein… Aber mittlerweile sind 20km mit 18kg Gepäck Routine.

Mit mir waren gefühlt 20 Koreaner unterwegs… Mit Pac verstehe ich mich recht gut und auch wenn sie such immer n bissl gegen albernheiten wehren: mit Pac kann man ganz gut albern sein.

Pac hat morgen seinen großen Tag und vergräbt die Erinnerungen an seine Ex. Dabei wünsche ich ihm viel Glück. Und auch ich werde mich morgen schonungslos mit meinen Sünden beschäftigen und einen ebenso schonungslosen Blogeintrag schreiben. Ich habe 2 Steine aus Hannover mitgenommen und freue mich, sie abzulegen.

Je höher es ging, desto krasser wurde die Sicht. Man kann hier gefühlt bis Pamplona schauen… Unfassbar… Die Fotos können das nicht wiedergeben.

Ich war auf jeden Fall echt kaputt als ich um 3 in Foncebadón ankam und fiel todmüde ins Bett.

Roberto lud mich abends zum Essen ein und so aß ich die erste Paella meines Lebens mit viel Wein dazu 🙂 lecker.

Tja… Heut geht nicht mehr viel. Ich hab mir grad noch draußen die Sterne und Lichter angeschaut. Das habe ich als Kind immer gerne getan und hier auf dem Berg gibt es so viele Sterne. Schön, daß mal wieder zu tun… Gibt so viele Abenteuer und Geschichten und Alltagsfluchten, die man in den Sternen finden kann… Ich mag das. Morgen versuch ich mal mit Stativ n ordentliches Foto hinzubekommen.

Bis dahin würde ich sagen, schlaft mal gut… Und liebe(r) Jewos Reisen: beide waren nicht mehr in der Albergue, leider… Aber dafür von meiner Seite aus ganz liebe Grüße nach Pamplona… Ihr werdet sicher tolle Hospitaleros… Und das ist ein wichtiger Teil des Camino Spirit.

OH, ganz vergessen.. Der Bärofant. Für die Koreaner hier bin ich „Gom“, Bär… Das ist ihr Name für mich… Passt ja auch.. Ich als Panda… Naja und heute im Schlafraum meine ich, dass ich morgen den Berg runter Rutsche, wie der Elefant in dem Video…

Rutschender Elefant

Woraufhin eine Koreanerin sagte, dass ich auch aussähe und die Figur eines Elefanten hätte… Daraufhin allgemeines Gelächter im Schlafsaal… Und jemand erklärte ihr, dass sowas in Europa nicht schmeichelhaft ist… Ihr war das natürlich unangenehm aber die Stimmung war gut und so entstand irgendwann der Bärofant…

Gute Nacht denn, euer Bärofant…

War da noch was? Achja:

Kommentare

Ein Kommentar zu „Tag 29: Koreaner, Schnarchattacken und Bärofanten…..“

  1. Avatar von jewosreisen

    Wenn Du morgen bei gutem Wetter auf El Acebo zuläufst, wirst Du Dich noch mehr über die Sicht Richtung Ponferrada freuen.
    Buen camini

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