Wanderlied (Frei nach Tolkien)
Die Straße gleitet fort und fort,
Weg von der Tür, wo sie begann.
Weit überland, von Ort zu Ort,
Ich folge ihr, so gut ichs kann.
Ich Lauf ihr raschen Schrittes nach,
Bis sie sich groß und breit verflicht,
Mit Weg und Wagnis tausendfach!
Und wohin dann? Ich weiß es nicht.
Als ich den ersten Schritt getan,
Ließ ich die Heimatstatt zurück.
Und dennoch ging ich stets voran,
Denn in der Ferne liegt mein Glück.
Die Ferne, nach der ich mich sehn,
Ist heute hier und morgen dort,
Von hieraus will ich weitergehn.
Die Straße gleitet fort und fort.
Und auf der Straße treffe ich
So manchem, dem ich folgen will.
Ein Stück weit Weges sicherlich,
Denn meine Straße hat kein Ziel.
Dort treff ich manchen, den ich mag
Und dessen Lachen mir gefällt
Und geh mit ihm wohl einen Tag.,
Er mit mir bis ans End‘ der Welt.
So manches Wunder säumt den Weg
Und Abenteuer wohl dazu.
So manches Lachen, mancher Schreck,
An manchen Orten find ich Ruh.
Und oftmals halt ich inne dort
Um still zu denken, still zu sehn
Und dennoch drängts mich wieder fort
Die Straße ein Stück mehr zu gehn.
Ich geh sie, seit ich denken kann
Und lange davon unbewusst.
Und dennoch triebs mich stets voran,
Doch heut mit Freude und mit Lust.
Was um die nächste Kurve liegt,
Das will ich wissen, drum voran!
Und wenn die Straße vor euch liegt,
Dann folge ihr, wer wandern kann.

Doch zunächst einmal erwachte ich überraschend erholt nach 8 Stunden Schlaf in einer Art Höhle ^^ die Herberge hat so Schlafkojen gebaut…wie so Minihöhlen und das war cool…. fand mein Körper wohl auch und deshalb erwachte ich erholt und verdreht wie ne Katze… hätte nie gedacht, dass mein Körper das schafft.
Aaaaaber…vor mir hätten heute etwa 21km gelegen nach Lo Arcos…da aber morgen 27 km nach Logrono angestanden hätten, kam einer meiner guten Charakterzüge zum Vorschein….nämlich das unangenehme zuerst zu machen und so lagen heute 27km nach Sansol vor mir….. was sich als gute Entscheidung herausstellen sollte…
Ich … stiefelte kann man ja nicht mehr sagen, denn ich hab ja keine Stiefel mehr… 🤔 … ich halbschuhte denn nun also los und es schien von vorneherein ein heißer Tag zu werden…der Himmel war wolkenlos Blau.


Und kam außerhalb Estellas an einem Brunnen vorbei an dem man sowohl Wasser, wie auch Wein zapfen konnte. Das ist cool und einer der Caminohighlights… leider belagert von lauten und lachenden Pilgertouristen…Tourigrinos.. Darum stapfte ich schnell weiter durch die schöne, sommerliche Landschaft.



Es ging heute zuerst mehrere Kilometer bergauf und ich verputzte etwa 4 Äpfel.
Überhaupt sind Äpfel auf dem Camino voll meins… hätten sie Kohlensäure, ich würde wohl ausschließlich davon leben. Aber ich gönnte mir auch ne Cola Zero zwischendrin und n Calippo Lemon…oh…und weil es so heiß war, noch n anderes Eis…



Es war aber einfach so heiß, dass die Polizei patroullierte um zu checken ob die Pilger okay sind .. fand ich nett 🙂
Als ich dann in Los Arcos ankam, wollte wieder mal jemand fragen wie schwer mein Rucksack ist… das nervt so ultra, ne… ständig dieses „Dein Rucksack ist zu schwer…“
Was haben die bitte alle für Probleme? Zum einen wissen sie garnicht wie schwer er ist (15kg mit Wasser und das ist für mich super okay) und zum aderen: Was interessiert es Sie? Ich gehe meinem Camino so,wie ich es tue und sie sollen einfach ihren gehen.. ich bin mit 15kg vollauf cool.. das einzig negative ist das Gefrage und Geratschlage.
Dem nächsten der fragt, schieb ich den Rucksack quer in den Ar…

Der letzte Teil meiner 8-Stunden-Wanderung war insofern anstrengend, weil es keinen Schatten gab… für Stunden… und die Sonne ballerte vom Himmel.. .ich hatte gottseidank 3 Litter Wasser mit…aber bei der ersten Gelegenheit exte ich 1,5 Liter Wasser und trank noch ne Cola Zero hinterher…. ich schwitz aber auch viel
Emotional dachte ich heute viel nach die Gespräche mit Freunden über meinen Herzschmerz… denn ich bin ja auch hier, um das mal anzugehen…und dachte viel nach über Erwartungen und darüber, was ich der Person gerne sagen wollen würde und warum.
Ich wurde mir klar darüber, dass es mir wichtig ist, dass die Person weiß, wie es mir damit ging und dass ich ihretwege meinen Job verloren habe…ich erwarte keine Antwort…ich will nur, dass es gesagt ist.
Sorry, Jesus, aber an dem Vergeben-Punkt bin ich noch nicht.
Jesus so:

Federico meint, ich soll Frieden vor allem mit mir selbst schließen… da hat er wohl recht…. aber auch an diesem Punkt bin ich noch nicht….
Jesus so:

Aber ich arbeite dran.
Heute bin ich in einer sehr spartanischen Albergue…und hatte von dem grummeligen Hospitalero zuerst ein schlechtes Gefühl. Er war aber selbst 7 mal auf dem Camino und machte ne vorzügliche Carbonara ^^ ich bin satt und zufrieden. 🙂
Und so n Luxuspilger bin ich eh nich…mir reicht n Bett ohne Bettwanzen zum glücklich sein. Ich Pilger. Luxus will ich im Urlaub 😉

Und tatsächlich muss ich auch sagen, dass ich immer mehr im Pilgerflow ankomme… er ist diesmal persönlicher und weniger spirituell, hab ich so den Eindruck, aber krass allemal…
Ich freu mich nach der Hitzeschlacht gleich auf mein Bett ^^ das hab ich mir verdient :)) und morgen freu ich mich auf Logrono. Dort hab ich auf meinem letzten Camino Weihnachten verbracht.
Bin gespannt, was der Tag so bringt und hoffe, ihr hattet alle einen tollen Tag… wie ich höre, ist in Deutschland grad Rammstein und die Dürre n riesen Thema.
Aber solange es noch genügend Flüssiges gibt, um K.o. Tropfen reinzumachen, kann es mit der Dürre nicht allzuschlimm sein ^^
(Vorsicht, Sarkasmus)
Jesus so:

Nuja, bevor ich noch in die Hölle komme, sag ich schnell gute Ncht :)))
N8

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