Da ich das Buch unten lassen musste, gibt es heute leider keinen Spruch. Tut mir leid, Federico ^^
Dafür morgen wieder.
Doch zunächst einmal erwachte ich nach einer nervigen Nacht in dieser geilen Herberge in Lazurte… irgendetwas hatte mich in der Nacht wiederholt gebissen und es juckte wie sau…
Natürlich denkt man sofort an Bettwanzen, denn auf de Camino ist es scher, damit nicht in Berührung zu kommen… Ich denke mir aber eher dass es eine Mücke war… wer auch immer: es brachte mich um den Schlaf ^^
Dementsprechend schlecht gelaunt stiefelte ich um 7 Uhr los und wurde noch schlechtgelaunter, als vor mir und hinter mir gleich zwei gut gelaunte, viel sprechende Rucksacktouriegruppen gingen und ich ständig dieses „Awääääh“ hörte… irgendwie nervte mich alles und ich wusste, heute lagen 28km nach Mossac vor mir…in der Sonne…mit mehreren Steigungen….


Schlechtgelaunt riss ich die Kilometer runter, wie ein Nudist seine Klamotten und kam auch gut voran…
Dennoch: die Steigungen und Kilometer zehrten heute doch schon sehr. Es war auch schon sehr früh sehr heiß. Mein Shirt war tatsächlich so nass, als wär ich damit Baden gegangen.
Überhaupt: Ich hab heute mindestens 6 Liter Wasser getrunken auf dem Weg und war bei der Ankunft trotzdem total ausgetrocknet. Aber wenn du halt in der Hitze mit Ausrüstung Bergauf in der Sonne musst, da schwitzt man viel.


Dennoch km ich voran und hatte um 11 schon 13km geschafft ^^
Trotzdem brauchte ich ne Pause… das Fatale an Pausen ist aber, dass man danach schneller wieder eine braucht.
Ich hielt mich so weit es ging von Pilgern fern, um meine Ruhe zu haben und schleppte mich vorwärts:) ist so…an manchen Tagen flutschtst, an anderen nicht.
Ich freute mich aber, Isabelle wiederzutreffen. Sie ist 60,aus der Bretagne und wir verstehen uns gut 🙂 sie spricht gut und gerne deutsch und irgendwie haben wir eine Wellenlänge und redeten heute viel über ihr spannendes Leben. Sie ist auch heute wieder in der selben Gite wie ich :)))


Die letzten Steigungen und Kilometer zogen sich heute extrem…. es schien alles kein Ende zu nehmen…Dazu brannte die Sonne, man hatte Durst und Mossac kam und kam nicht in Sicht… wir alle schleppten uns durch… als Mossac dann nach nem Kilometerlangen Abstieg endlich in Sicht kam, mussten dort noch 3km in der Stadt zurückgelegt werden..heißer Asphalt und Beton kaum Schatten…und man kam und kam einfach nicht an.
Ich schlafe heute mal wieder in nem Nonnenkloster und das war auch diesmal eine gute Idee, denn ich schlafe alleine^^
Aber ich musste fast heulen, denn mitten in der Stadt, lag das Kloster auf nem Hügel… und man war schon so fertig…
Aber Camino sagt: Bleibste sitzen, konnte halt nicht an. Ich holte irgendwo meine letzten Kraftreserven raus und schleppte mich in Kloster..Dort gab man mir erstmal Wasser.
Aaaaaber: Ich bin heut 27,8km gegangen uuuund habe jetzt schon 238km geschafft ^^
Geht klar oder?
Gute N8

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