So heißt es doch so schön… Genau das ist heute passiert und rund 20 Pilger waren auf der Stelle tot.. Ich bin einfach mit geschlossenen Augen in die Stadt gegangen und habe darum als einziger überlebt. …
Doch zuerst einmal erwachte ich in der Herberge in San Martin de irgendwas und würde von einem, dem Preis dann doch angemessenen Frühstück überrascht.


Wobei 5 Euro für ein Frühstück schon übel ist. Ich frag mich eh, warum ichs gebucht hatte… Vermutlich weil ich keine Vorräte mehr hatte… Aber wir nutzen den Preis aus und aßen alles restlos auf.
Dann ging auf die Straße Richtung Astorga und das bedeutete heute auch wirklich 23km an der Autobahn entlang. Und das bei minus 6 Grad.


Stumpf geradeaus zu laufen ist total anstrengend irgendwie. Mental. Aber auch dieser sandige, steinige Weg ist anstrengend.
Ansonsten hing ich meinen Gedanken nach, aber das ist toll, denn dazu bin ich ja auch hier.. So langsam rückt das Ende näher, aber ein bisschen zu gehen ist noch.
Auf jeden Fall rückten die Berge immer näher und das wird meine nächste Challenge.


Aber ich habe auch Ideen, wie ich meine Reise, bezw die Erlebnisse, künstlerisch verwerten möchte. Ich glaube, es gibt ein Wiedersehen mit Herrn Holkin ^^ Ihr wisst schon… „Es war einmal ein grauer Tag….“
Vielleicht sogar in Blog Form. Mal sehen.

Das Ziel meiner Reise heute war Astorga und ich hatte gedacht, uns erwartet eine uralte Stadt, da sie schon so alt ist, aber bis auf die beeindruckende Kathedrale wurde ich enttäuscht.




Klar, die Stadt ist schön, aber weggeballert hats mich auch nicht… Heute ist einfach mal nichts aufregendes passiert…
Mit Pac, dem Koreaner, der die Erinnerung an seine Ex begraben will, habe ich abgemacht, dass mir uns danach mit Wein abschießen.

Und erinnert ihr euch noch an Alex? Dem Pilger mit dem gebrochenen Herzen? Er hat Santiago mittlerweile erreicht und möchte dort ein Video drehen und Pilger nach ihren Motivationen für den Camino befragen.
Aber geheilt ist sein Herz nicht, sagt er. Vielleicht braucht er den Schmerz noch.
Wer weiß. Ich machte mir zumAbendbrot Tomatenreis und der war überraschend lecker.

Und damit verabschiede ich mich heute… Und grüße alle Menschen mit einem gebrochenen Herzen… Schaut dorthin, wo es wehtut… Dort müsst ihr arbeiten. Wenn ihr das tut, werdet ihr an dem Schmerz wachsen… And when the Heartache is over, turn out the Light…
War da noch was? Achja:

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