Doch dazu später. Nach einer tollen Weihnachtsfeier und tollen Stimmung im Schlafsaal schlief ich einfach ein. Und das trotz Schnarchern.. Ich hatte sogar das Gefühl, es war noch nie so leise.
Da heute 30km vor mir lagen, hatte ich eh vor früh loszugehen und parkte meinen Rucksack vor der Tür, um die anderen nicht zu nerven.
Um Punkt 5:30 war ich von alleine wach und ausgeschlafen. Raubkatzengleich schlich ich durch den Schlafsaal und warf dabei aber leider den Mülleimer um. Das war eher Raubkatzenungleich. Doch ich ließ mich nicht beirren und schlich weiter. Wie ein Schatten. Ein Ninja.
Um 6 Uhr war ich abmarschbereit. Mein Duschgel, meine Ohropax und einen Handschuh vergaß ich dennoch in der Albergue. Alles wird mir fehlen.
Doch ich wollte los und ließ 2 schöne Tage in Logrono hinter mir.


Komischerweise lief heut alles wie geschmiert. Ich kam zum Stadtrad und rockte in die Nacht.


Und betrat damit La Roja. Das schöne Navarra ließ ich hinter mir. Adios, Navarra. Ich mag dich.
Auf dem Weg bekam ich einen Mondhalo zu sehen. Das ist selten und ich freute mich. Ein Mondhalo entsteht, wenn sich Licht in Eiskristallen am Himmel spiegelt. Ihr kennt das sicher alle von Sonnenhalos. Doch das war ein Mondhalo. Total toll.


Schon um 9 erreichte ich das 13 km entfernte Navarrete. Ich riss die Kilometer runter, wie ein Nudist seine Klamotten.
Audrey gab mir den Tipp, dort unbedingt die Kathedrale zu besichtigen. Leider war sie zu. Das war doof.
Ich düste weiter und ließ einen Kondenzstreifen aus Feuer und Verachtung hinter mir. Achso.. Und die Sonne ging zwischenzeitlich auf.

Doch so wirklich viel passierte nicht… Ich hatte 500 Höhenmeter zu überwinden und landschaftlich passierte nicht sooo viel




Toll war es aber zu sehen, wieviele Kilometer ich schon gelaufen bin.

200 🙂 Geht klar, würde ich sagen.
Ansonsten war heute nicht viel.

Ich kam um 13.30 in Najera an und bleibe hier, denn nach 30km bin ich kaputt. Jemand gab mir aber den Tipp morgen unbedingt eine Herberge auf Sendenbasis aufzuzuchen und dafür 8 km weiterzugehen. Spendenbasis ist in meinem Budget. Darum denk ich drüber nach. Es ist wohl eine Herberge in einem Kirchturm. Das klingt spannend. Allerdings bin ich dann meinem Zeitplan voraus und werde wohl noch nen freien Tag irgendwo haben. Geht klar. 🙂
War da noch was? Achja… Das Survival Messer von Stefan, dass mich beinahe umgebracht hat… Blutet seit Stunden wie Sau…Überall Blutspritzer.
In diesem Sinne: Gute Nacht

Und liebe Grüße an Stefan und alle, die das hier lesen 🙂 Es ist schön, dass es euch gibt.
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