Tag 7: überall Piraten…

An sich hat das mit dem heutigen Tag nichts zu tun, aber ich brauchte nen guten Aufhänger 🙂

Ich brach so gegen 8 in Puente del Reine auf und bewunderte die Schönheit der Stadt.

Ich wäre auch gerne in die Kirche gegangen, bezw war sie offen aber dunkel. Da ich keine Katze bin, habe ich nichts gesehen. Hätte Gott gewollt, dass ich diese Kirche sehe, hätte er mir Nachtsichtgeräte gegeben. Trotzdem war der Rest der Stadt echt schön. Schade, dass ich so erledigt war, denn ich hätte mir gern mehr Zeit für die Stadt genommen

Dafür erwartete mich aber wieder mal ein sehr krasser Sonnenaufgang. Auch eines der Dinge, die einem der Camino schenkt

Es ging durch schöne und hügelige Landschaften Richtung Estelle und ich war wieder mal im Panorama Modus. Aber das ist auch nicht schwer, denn es ist einfach unfassbar schön hier. Ich habe mich definitiv in Navarra verliebt.

Dann bog ich um eine Ecke, die eigentlich ne Kurve war und sah die wohl kitschigste mediterrane Idylle ever.

Cirauqui schmiegt sich, umgeben von Hügeln, Olivenhainen und Weinstöcken , auf einen Hügel und sieht so idyllisch aus wie eine Katze auf dem Kamin. Und sie hielt was sie versprach…

Auf solchen Kitsch steh ich aber und war dankbar dafür.

Ich zog weiter und freute mich über Olivenbäume, Mauern und so Zeug.

Irgendwann kam ich an nem Hippieolivenhain an und darin standen Bänke und in den Bäumen hingen Sachen. Ein Schild lud zum Ausruhen ein. Das tat ich gerne und freute mich, Hawa und Sky da zu sehen.

Eine tolle Abwechslung, denn heute war ich irgendwie kaputt. Aber wir Stiefelten weiter

Leider wird unsere Gemeinschaft wohl morgen auseinanderbrechen. Das ist schade aber okay, der Camino entscheidet… Und vielleicht seh ich sie ja wieder.

Achja…Und die 100km Marke ist geknackt… Wahnsinn… Wenn mir das mal wer erzählt hätte, dass ich mal 100km wandere… Wo ich wandern doof finde 😉

Ab morgen will ich mich mehr treiben lassen und einfach schauen wo ich ankomme. Ich will nicht zwangsweise eine Etappe gegen müssen. Ich bin ja für alles ausgerüstet

Morgen habe ich vor, meinen Beitrag mit: „Viele Leute fragen mich ja…“ zu beginnen… Das stimmt zwar nicht, denn viele Leute fragen mich nichts, aber ich wollte schimmer nen Satz sagen, der so beginnt ^^

In diesem Sinne… Schönen Abend euch, was immer ihr auch tut

Kommentare

6 Kommentare zu „Tag 7: überall Piraten…“

  1. Avatar von Michael
    Michael

    Hallo Krischan
    Welche Nationalitäten sind bei dir primär vertreten? Bei mir – im Winter 2014/15 waren die Koreaner die grösste Gruppe gewesen. Auf etwa 15 Leute kamen etwa drei oder vier aus Südkorea.
    Dir weiterhin einen guten Weg!
    Gruss, Michael

    1. Avatar von pandabaerh

      Auf 15 Koreaner kommen derzeit 1 Chinesin, 1 Italiener und ich 😅 Aber ich mag die irgendwie 🙂 wie wars denn für dich?

      1. Avatar von Michael
        Michael

        Ich glaube, die Koreaner hatten auch mal so eine Art Kerkeling, jemanden, der über seine Erlebnisse auf dem Camino geschrieben hat. Seither kommen sehr viel nach Spanien. Ich fand die Koreaner sehr angenehm, manchmal auch lustig. Bei uns gab es noch ein paar Italiener, Spanier, US-Amerikaner, einen Franzosen, ein paar Deutsche und zwei Australier.

  2. Avatar von jewosreisen

    Einfach nur schön, Dein Bericht, genauso, wie die Fotos.
    In Cirauqui haben wir einmal die Stierhatz miterlebt.😎

    1. Avatar von pandabaerh

      Danke ^^ aber ganz ehrlich… Wer in Navarra schlechte Fotos macht, macht was falsch… Krass wie schön es hier ist, oder? Die Stierhatz ist sicher in so ner Idylle wie Chirauqui ein Genuss.. Ich hoffe der Stier überlebt ^^

      1. Avatar von jewosreisen

        Ich hätte echt Bedenken, aber den Stieren ist nichts passiert. Sie rasten im Pulk durch die Gassen, junge, übermütige, waghalsige Männer vorneweg, die sich immer wieder durch Sprünge auf die Absperrungen in Sicherheit gebracht haben.
        Alles in allem ein Riesenspektakel.
        Die Navarra ist wirklich wunderschön, am Ende wirst Du Dich bestimmt nicht auf eine bestimmte Region festlegen, wenn Du sagen solltest, wo es am schönsten ist.
        Es kommt doch auch immer wieder darauf an, was einen gerade bewegt.
        Buen camino und immer wieder schöne Sonnenaufgänge, oder auch mal Sonnenuntergänge, Marita

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